Dienstag, Aug 22, 2017 / Ulf Schmidt Gelungene Dreiauswärtspunktepremiere


Lauthals lamentieren müsste man, sieht man wieder einmal auf die aktuelle Personalsituation in den Reihen des TSV. Machen die Grün-Schwarzen aber nicht, sondern gehen die Aufgaben mit den zur Verfügung stehenden Männern voller Tatendrang an.
Es war ein Glücksfall, dass das Spiel der Zweiten verlegt wurde, sonst wäre es richtig eng geworden. Der Verein hält zusammen und so traten neben der verbliebenen Ersten auch mit Altmeister Sven Küpper, Marcel Richter, Eric Mesow, Peter Scharf und Chris Friedrich Spieler die relativ lange Fahrt ins Gebirge an, die bisher mehr in der zweiten Mannschaft Sport getrieben hatten. Ein großes Kompliment dafür und es besteht diesmal wirklich die Hoffnung, dass sich die Erste auch einmal revanchieren kann.

Nach etwa 50 min Fahrt erwartete den TSV ein relativ kleiner Kunstrasenplatz, ein tolles Sozialgebäude und ein angrenzentes, gepflegtes Freibad. Respekt gehört den Pretzschendorfern für diese schöne Anlage, Gastgeschenke wollte der TSV Graupa bei seinem Premiereauftritt in der Kreisliga A dennoch nicht verteilen. Tilli Hohlfeld und Johannes Bausch sortierten die Abwehrreihe, Markus Hentschel räumte davor ab, eine blutjunge Flügelzange mit Julius Reymann und Debütant Jonas Landgraf und im Angriff mit den gestandenen Paul Bernhardt und Rico Gruner. Alles wurde von Kapitän Jens Richter zusammen gehalten, der ein Super-Spiel ablieferte. Im Tor kam der Neuzugang aus Pillnitz Peter Scharf zu seinem ersten Kreisliga-Spiel und machte seine Sache ebenfalls sehr gut.

Graupa war in den ersten Phasen des Spiels abwartend und sich selbst erst einmal sortierend. Der Gastgeber machte Druck, ohne zu gefährlichen Abschlüsen zu gelangen. Nach und nach war Graupa besser im Spiel und setzte nach einer schönen Einzelleistung von Jonas Landgraf mit einem Distanzschuss das erste Achtungszeichen. In der 35. Minute erzielte der Gast dann die, in ihrer Enstehung etwas glückliche, abere nicht unverdiente Führung. Rico Gruner setzte den Pretzschendorfer Torwart unter Druck und diesem unterlief auch sofort ein Fehler. Der Graupaer belohnte sich mit dem 1:0 für sein konsequentes Anlaufen. Der Gastgeber bemühte sich um eine schnelle Antwort, Graupa konnte dies bis zum Pausenpfiff verhindern.

Zu Beginnn der zweiten Hälfte agierte der TSV frecher und spielstärker. Der Liga-Neuling setzte nun die Höhenluft erprobte Pretzschendorfer Mannschaft unter Druck und erzwang durch den Kapitän Jens Richter höchstselbst im Anschluss an einen Eckball die 2:0 Führung. Die Elbtaler zogen sich danach etwas zurück und versuchten zu kontern. Jetzt erarbeiteten sich auch die Männer aus Pretzschendorf Chancen, allerdings stimmte es bei ihnen im Abschluss nicht ganz, so dass die Führung bis zur 76. Minute Bestand hatte. Da nämlich folgte der schönste Angriff der Partie. Der eingwechselte Sven Küpper eröffnete ihn nach Balleroberung durch Rico Gruner mit einem Diagonalpass auf den Selbigen. Es folgte die direkte Weiterleitung auf Paul Bernhardt, welcher in den Rückraum ablegte und der heran stürmende Eric Mesow vollendete mit direktem Schuss in die lange Ecke. Super! Das war auch so ziemlich der Sack-zu-macher, denn bis zum Schluss war der Aufsteiger konzentriert. Noch einmal richtig sichtbar wurde die Einstellung und der Einsatz der Graupaer Truppe, als Chris Friedrich einen Ball für den schon geschlagenen Peter Scharf mit Tempo von der Linie holte, dabei aber leider mit dem Pfosten kollidierte und ausgewechselt werden musste. Zum Glück ging alles gut und es bleibt die Hoffnung, dass auch der Pfosten nicht all zu viel davon getragen hat.
Klasse Einsatz!

Fazit: Ein gelungener Start in das Abenteuer Kreisliga A für die Männer vom TSV. Wie schon so oft stand eine Mannschaft auf dem Platz, keine Einzelkrieger. Das zeichnet den TSV aus und das muss unbedingt erhalten werden.
Glückwunsch zu den ersten 3 Auswärtspunkten und viel Erfolg für nächsten Sonntag gegen Saupsdorf, auf der heimischen Waldkampfbahn. Danke an ein gutes Schieri-Trio und einen stets fairen Gegner aus Pretzschendorf.

Sport frei!
Euer Steffen Schönlebe

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