Mittwoch, Sep 20, 2017 / Ulf Schmidt Es fehlte ein wenig an.....


Punktspiel

SV Wesenitztal 2. – TSV Graupa 1. 3:2



Ein schweres Auswärtsspiel hielt der Spielplan am Samstag für die Männer des TSV Graupa bereit. Die Reserve der Landesklassenmannschaft und Aufstiegsaspirant SV Wesenitztal 2. sollte ein echter Prüfstein werden. Die Vorzeichen waren in Punkto Personal beim TSV ja in den letzten Wochen chronisch schlecht, warum sollte es diesmal anders sein? Ganze 12 Spieler standen zur Verfügung und um überhaupt noch eine taktische Marschroute aufrecht erhalten zu können sowie den einzig möglichen Spielerwechsel nicht gleich in der Anfangsphase vollziehen zu müssen, mussten die Graupschen Männer erst einmal 5 Minuten mit 10 Leuten beginnen, ehe der etwas später eintreffende Markus Hentschel das Team vervollständigte.
Passiert war bis dahin nicht viel, obwohl es von Beginn an ordentlich zur Sache ging. Wenn das Spiel auch vornehmlich in der ersten Hälfte mangels Torraumszenen für den neutralen Betrachter nicht der große Brüller war, so war es doch von hoher Laufbereitschaft, taktischer Disziplin und Leidenschaft geprägt. Das galt im Übrigen für die gesamte Spieldauer, intensiv, aber zu jedem Zeitpunkt fair! So kann eben auch ein Derby sein, wenn beide Gegner sich aufs Spielen verlegen. Die Graupschen wie die Würstelstädter ließen fast keine Chancen in der ersten Häfte zu, neutralisierten sich komplett und als alle schon auf den Pausenpfiff warteten, schlug der Favorit wie aus dem Nichts zu. Stephan Heinrich hatte etwa 17 m vorm Graupaer Tor wirklich mal etwas Luft und nutzte dies mit einem sehenswerten Knaller ins obere Eck.

Die Graupaer hatten nun 15 min Zeit diesen Dämpfer zu verdauen, was scheinbar auch sehr gut gelang. Ganze 3 Minuten nach Wiederinbetriebnahme des Spielgeschehens folgte ein Schuss von Christopher Schönlebe auf das Tor der Hausherren, der Torwart konnte nur Abklatschen und Jens Richter war zur Stelle. Der Ausgleich war geschafft. Das Spiel wurde offener, mehr Torraumszenen und weiterhin hohes Tempo. Die 70. Minute war angebrochen und Flori Töpfer wurde in Höhe des eigenen Strafraumes in einen harten Zweikampf verwickelt. Als ein vermeindlich zu erwartender Pfiff ausblieb, ging der Graupaer etwas ungestüm zur Sache, mit der Folge eines korrekten Elfmeters. Dieser wurde auch sicher “versenkt” und die Quellenberger waren wieder in Front. Graupa steckte nicht auf und nur 1 min danach brachte Christopher Schönlebe einen erarbeiteten Freistoß gefährlich in den Wesenitztaler Strafraum, der aufgerückte Johannes “Bocki” Richter war mit dem Kopf erfolgreich. Es war ein richtig gutes Kreisligaspiel und beide schenkten sich nichts. Chancen gab es auf einmal für Grün-Schwarz. Unmittelbar nach dem Ausgleich traf nach einer schönen Einzelleistung Jonas Landgraf nur die Querlatte und wenig später setzte wieder Bocki Richter einen Kopfball nur hauchzart neben den Pfosten. Wesenitztal brachte frische Kräfte, Graupa nicht. Woher auch! So schwanden bei den Gästen allmählich die Kräfte und Wesenitztal wurde stärker. Bis zum Schluss ließen die Hausherren noch drei 100 %-ige liegen und dann folgte die 91. Minute. Das ein Freistoß für den SVW,Torentfernung 17 m, die letzte Aktion des Spiels sein würde, war klar. Dem entsprechend war der Tumult vorm Graupaer Tor. Der zurückgekehrte Kapitän “Achi “ Ahrens gab das Kommando und die Graupaer liesen 3-4 SVW-Spieler in der Einsamkeit des Abseitses zurück. Da diese auch Henrik Pöhler die Sicht nahmen, hätte die Aktion abgepfiffen werden müssen. Wurde sie aber nicht und der Ball schlug nach einem schönen Schuss von David Seifert im Graupaer Gehäuse ein. Sehr bitter, auch wenn es auf Grund der starken Schlussphase der Wesenitztaler nicht unverdient war.

Fazit: Es fehlte an diesem Tag den Graupaer nur ein wenig an Torschussglück, Schieri-Glück, Puste und Leuten. Außerdem lief die Uhr nur ein klein bißchen zu langsam. Was allerdings die Jungs auf das Feld brachten, war aller Ehren wert. Ein schönes, ein gutes Spiel, in dem auch die Graupaer sich in jedem Fall einen Punkt verdient hatten. So ist aber der Fußball und zufrieden konnten beide Mannschaften mit ihrer Leistung sein. Weiter so Männer und jeder weiß, das Glück gleicht sich in der Saison auch wieder aus. Nächste Woche ist der Absteiger aus der KOL die SG Wurgwitz zu Gast und das wird volle Konzentration abverlangen. Also ist keine Zeit für Grübeleien, sondern harte Arbeit gefragt.

Bis dahin

Sport frei!

Euer Steffen Schönlebe

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